Die Vluyner Klompenfreunde haben ihren diesjährigen Schülerkunstwettbewerb gestartet. Gestern war der Vorsitzende der Klompenfreunde, Karl-Heinz Möhlendick, mit dem amtierenden Klompenkönigspaar Dirk und Elke Buttkereit in der Antonius-Grundschule zu Gast, um das Projekt vorzustellen. Es gibt eine Neuauflage der künstlerischen Gestaltung von Klompenrohlingen. Mit dieser Form der künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Holzschuhthema hatten sich im vergangenen Jahr die Schüler der Pestalozzischule befasst. Nun haben die 45 Schüler der Klassen 4a und 4b der Antonius-Grundschule zwei Wochen Zeit, um den Rohlingen einen möglichst kreativen Anstrich zu geben. Obwohl Zeit bei einigen der jungen Leute schon ein Problem zu sein schien. „Muss man das machen?“, fragte einer der Knirpse in die Runde, nachdem der Vorsitzende das Projekt vorgestellt hatte. Auf Nachfrage, warum er sich womöglich nicht beteiligen möchte, antwortete er schlicht „keine Zeit“. Die werde die Schule ihm schon einräumen, kündigte Möhlendick an. Und so wird es auch sein. Die Kinder sollen den Holzrohlingen im Kunstunterricht eine hübsche Optik verpassen. Der Kreativität sind da keine Grenzen gesetzt, wie die Teilnehmer im vergangenen Jahr eindrucksvoll bewiesen haben. In etwa drei Wochen wird die Jury entschieden haben, welche sechs Kunstwerke prämiert werden. Pro Klasse werden die Plätze eins bis drei vergeben. Anders als im vergangenen Jahr gibt es in diesem Jahr Sachpreise für die Gewinner. Die Klasse bekommt einen Geldbetrag für die Klassenkasse. Die Sparkasse ist wieder Sponsor.Reise in die VergangenheitFür die Klompenkönigin Elke Buttkereit war der gestrige Besuch eine Reise in die Vergangenheit. „Vor 40 Jahren bin ich auch hier zur Schule gegangen“, erklärte sie den Grundschülern, die im Kreis im Foyer saßen und aufmerksam zuhörten, was die Erwachsenen in den bunten Sachen ihnen erzählten. „Und vor 15 Jahren ist unser Sohn in diese Schule gegangen“, fuhr die Königin fort, nicht ohne die Hoffnung zu äußern, dass auch die anwesenden jungen Leute die Traditionen hoch halten mögen.Zuvor hatte der Vorsitzende der Klompenfreunde tief in die Vergangenheit geblickt und den Kindern die Geschichte seines Vaters und dessen Weggefährten erzählt, die seinerzeit noch zu Fuß in die Schule gegangen waren, einige mit Klompen an den Füßen. In heutiger Zeit trügen die Menschen die Klompen zuweilen noch bei der Gartenarbeit. Oder eben beim Klompenball, der wieder am Wochenende nach Pfingsten gefeiert wird. Für Karl-Heinz Möhlendick ist es der letzte Schülerwettbewerb in seiner Funktion als Vorsitzender sein. Er wird – wie berichtet – in seinem Amt von Holger Teller beerbt.

Sonja Volkmann